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© 2008 ASB LV THÜRINGEN

Kindergarten der Zukunft in Sonneberg

 

 

Der neue Kindergarten in Sonneberg, der als Ersatz-Neubau für den Kindergarten "Oberer Graben"
entsteht, wird eine Einrichtung sein, in der Kinder auch in den Abend- und Nachstunden sowie an den
Wochenenden betreut werden können.

Marietta Niedernhöfer, stellvertretende Geschäftsführerin des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB)
Sonneberg, der als Träger der neuen Einrichtung fungieren wird, dazu: "Neben dem
Kindergarten-Regelbetrieb zwischen 6 und 18 Uhr wird es auch eine Spätbetreuung zwischen 18 und 20
Uhr geben. Das bedeutet: Kinder, deren Kindertageseinrichtungen früher schließen, können danach noch
bei uns betreut werden, wenn die Eltern aus Arbeitsgründen selbst keine Zeit dazu haben und auch keine
Möglichkeit, sie anderwärtig untertzubringen. Für bis zu acht Kinder kann sogar eine Nachtbetreuung
angeboten werden. Wichtig ist bei alledem: Auf keinen Fall darf die Betreuung länger als zehn Stunden
am Stück anhalten. So sind die gesetzlichen Vorschriften."
Während im alten Kindergarten "Oberer Graben", der nun bald umzieht, zurzeit 21 Kinder im Alter
zwischen zweieinhalb und sechs Jahren betreut werden, ist die neue Einrichtung auf 25 Plätze ausgelegt.
Dort finden - in der Zeit zwischen 6 und 18 Uhr - auch schon Kinder im Alter ab einem Jahr Aufnahme.
Extra-Vereinbarungen

Für die Eltern, die ihren Nachwuchs im Regelbetrieb betreuen lassen, fallen monatlich 88 Euro - die
gewohnte Platzgebühr für neun Betreuungsstunden - an. Hinzu kommt das Essengeld: je 0,36 Euro pro
Frühstücks- , Vesper- oder Spätimbiss-Portion beziehungsweise 1,94 Euro pro Mittagessen. Getränke
werden kostenlos gereicht. Mit Eltern, die ihre Kinder aus anderen Einrichtungen hierher bringen, werden
- je nach Art der Betreuung - extra vertragliche Vereinbarungen getroffen, die die finanzielle Vergütungen
festlegen. Das Entgelt pro Betreuungsstunde für Kinder aus anderen Einrichtungen soll dabei 2,20 Euro
betragen. Hinzu kommen noch 0,70 Euro Entgelt fürs Abendbrot.

Wichtig sei, so Niedernhöfer, dass die Eltern, die ihre Kinder hier auch spät oder über Nacht betreuen
lassen wollen, die Notwendigkeit hierfür auch nachweisen können. Dies geschieht zum Beispiel durch das
Erbringen der Nachweise über Schichtarbeit oder Arzttermine. Zudem müssen sie ihre Kinder rechtzeitig
anmelden. Dies sollte möglichst eine Woche vor Betreuungsbeginn erfolgen. Auch zu beachten: Bei
Aufnahme eines Kindes, dass regelmäßig nicht den ASB-Kinderpark besucht, sollte ein ärztliches Attest
über dessen Gesundheit vorgelegt werden.

Ausgegangen war die Initiative für die Etablierung dieses Kinderparks ganz neuen Formats vom ASB.
Niedernhöfer: "Für die baulich neue Einrichtung entstand auch ein völlig neues pädagogisches Konzept,
welches von ASB-Beschäftigten erarbeitet wurde. Es propagiert die Idee einer
Rund-um-die-Uhr-Betreuung."

Zusätzlich bestehe wochentags zwischen 15 und 18 Uhr auch die Möglichkeit, dass Senioren
des Einzugsgebietes den allgemeinen Raum der Einrichtung nutzen. Sie können sich hier treffen und
miteinander reden, ein Käffchen zu trinken oder mit den Jüngeren ins Gespräch kommen und ihr Wissen
an diese weitergeben. Dies soll die bessere Kommunikation zwischen Jung und Alt im Stadtteil befördern.
Die Begegnungsstätte und der damit verbundene Service verkörpern Modul 7 des Konzepts für den
Kinderpark.

Das neue Konzept wurde dem Landesjugendamt und dem Landkreis präsentiert - und fand bei beiden
Zustimmung. So wurde der neue ASB-Kinderpark, für den mit Bedacht der Name "Zukunft" gewählt
wurde, zum Pilotprojekt des Landes Thüringen. Bevor der ASB allerdings die Betriebserlaubnis für den
neuen Kinderpark beantragen kann, müssen erst die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Diese hatten im
Oktober 2009 begonnen und sind mittlerweile soweit fortgeschritten, dass man
nun beim Innenausbau ist.



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